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CHECKLISTE UNTERLAGEN

Bitte beachten Sie, dass die für die Erstellung der Einkommensteuererklärung nachfolgend aufgeführten Unterlagen nur beispielhaft sind und keine vollständige Darstellung beinhalten

Einkommensnachweise

  • Lohnsteuerbescheinigung (elektronische Steuermeldung an Finanzamt),Versorgungsbezüge, bei außerordentlichen Einkünften wie Abfindungen o.ä. bitte die Verträge mitbringen

  • Lohnersatzleistungen mit Nachweisen über Zeiten der Nichtbeschäftigung z.B. Arbeitslosengeld, Kurzarbeitergeld, Krankengeld, Mutterschaft, Insolvenzgeld

  • Rentenbescheide (möglichst Jahresbescheide der Rentenversicherung)

  • Kapitalerträge - Vorlage der Zinsbescheinigungen (Originale der Jahressteuerbescheinigung von Banken und andere Kapitaleinkünfte)

  • Sonstige Einkünfte wie Vermietung und Verpachtung, freie Tätigkeiten, nebenberufliche Tätigkeiten, bezahlte ehrenamtliche Tätigkeiten, Unterhaltseinnahmen
    ab 2013 steuerfreie Einnahmen (z.B. aus dem Ausland)

Sonderausgaben

  • Private Rentenversicherungen
  • Lebensversicherungen
  • Private (zusätzliche) Krankenversicherungen
  • Beitragserstattungen von Versicherungen (z.B. Krankenversicherung)
  • Unfallversicherung
  • Haftpflichtversicherung (Auto, Privathaftpflicht) ohne Kasko, kein   Rechtsschutz oder Schutzbrief
  • Spenden/Zuwendungen (Bescheinigungen oder Kopie Kontoauszug bei Kleinbeträgen)
  • Berufsunfähigkeitsversicherung   
  • Kirchensteuernachzahlung bzw. -erstattung (evtl. Austrittsbescheinigung)
  • Kosten der eigenen Berufsausbildung (Rechnungen, Bescheinigungen)
  • Unterhaltszahlungen an ehemalige Ehegatten

Werbungskosten aus nichtselbständiger Arbeit

  • Werbungskosten sind alle Kosten, die im Zusammenhang mit der betrieblichen Tätigkeit stehen und von Arbeitgeber nicht ersetzt werden, sie dienen auch zum Erhalt des Arbeitsplatzes
  • Fahrten Wohnung / Arbeit (Arbeitstage je Woche abzüglich Urlaub, Krank)
  • Arbeitszimmer, wenn beim Arbeitgeber kein Arbeitsplatz zur Verfügung steht. Bescheinigung des Arbeitgebers ist sehr hilfreich. ( Lehrer, Außendienstmitarbeiter).
  • beruflich bedingter Umzug (Möbeltransport, Makler, doppelte Miete usw.)
  • Dienstreisen, wenn Fahrtkosten, Verpflegung und Unterkunft vom Arbeitgeber nicht erstattet werden. Bitte Aufstellung mit Datum sowie Uhrzeit Beginn und Ende, Reiseanlass, gefahrene Kilometer oder öffentliche Verkehrsmittel erstellen.
  • Arbeitsmittel (z.B. Computer, Aktentasche, Schreibmaterial u.ä.)
  • Fachliteratur (Belege mit genauer Bezeichnung/Titel)
  • Fortbildung / Weiterbildung  z.B. Meister oder Fachwirt
  • Doppelte Haushaltsführung ( Nachweise: Mietvertrag Zweitwohnung, Einrichtung, Familienheimfahrten)
  • Berufskleidung und deren Reinigung
  • Steuerberatungskosten / Beitrag Lohnsteuerhilfeverein / Fahrtkosten zum Lohnsteuerhilfeverein
  • Rechtsschutz mit Anteil Berufsrechtsschutz
  • Gewerkschaften, Berufsverbände
  • Bewerbungskosten z.B. Fahrtkosten, Kopien, Porto

Es sollten möglichst immer Nachweise bzw. Belege zu den Kosten vorhanden sein. Hier gibt es häufig Kürzungen für einen Privatanteil.

Werbungskosten bei der Vermietung von Wohnraum 

  • Abschreibungen

  • Darlehenszinsen

  • Erhaltungsaufwendungen

  • Grundsteuer, Wasser-, Abwasser-, Strom-, Müllabfuhrgebühren, Versicherungen

  • Betriebskosten Heizung, evtl. Nebenkostenaufstellung bei WEG
  • Nebenkostenabrechnung mit Mieter
  • Verwaltungskosten (Fahrten, Steuerberatung, Vermietungsinserate)
  • privaten Nutzungsanteil ermitteln
  • bei Kauf (Kopie Kaufvertrag, Nebenkosten, Finanzierung)

Handwerkerleistungen (nur Lohnanteil)

  • Handwerkerrechnungen über Reparaturen, Wartung oder Modernisierungen, (z.B. Malerarbeiten, Badrenovierung, Kaminkehrer, Gartenarbeiten  für Wohneigentum aber auch an bzw. in der Mietwohnung)    

  • Lohnkosten müssen auf der Rechnung separat ausgewiesen sein. Anerkennung nur bei Nachweis der Zahlung durch Überweisung/Kontoauszug.

Haushaltsnahe Dienstleistungen

  • Kosten Hilfe im Haushalt, alle Haushaltleistungen wie auch Hausmeisterarbeiten, Gartenpflege, Schneeräumen usw. (bei Mietwohnungen in der Nebenkostenabrechnung ausgewiesen) auch Reparaturen Kühlschrank, Waschmaschine, Heizung usw.
  • Umzugskosten
  • Pflege von Angehörigen
  • Lohnkosten müssen auf der Rechnung separat ausgewiesen sein. Anerkennung nur bei Nachweis der Zahlung durch Überweisung/Kontoauszug.

Kinder

  • Betreuung von Kindern, Kindergarten, Hort, Tagesmutter u.ä. (Nachweise: Vertrag, Rechnung, Kontoauszüge)

  • Ausbildungsart, Ausbildungsbetrieb, Uni, auswärtige Unterbringung, entsprechende Zeiträume von.. bis , Adressen ( Ausbildungsvertrag, Studienbescheinigung)
  • Schulgeldzahlungen an Ersatz- bzw. Ergänzungsschulen
  • Eigene Einkünfte der Kinder  (entfällt ab 2012)

Außergewöhnliche Belastungen

  • Aufwendungen für Krankheit / Unfall /Krankenhaus/ Kuren inkl. Fahrtkosten
  • Brille / Zahnarzt, Praxisgebühr u.ä.
  • Medikamente / Zuzahlungen
  • Heilpraktiker  
  • Aufwendungen für Behinderung, Kopie eines Behindertenausweises 

  • Beerdigungskosten (sofern keine Erbmasse vorhanden)

  • Scheidungskosten

  • Pflege alter Menschen

  • Unterhaltsleistungen an bedürftige Angehörige (Zahlungsnachweise, eigene Einkünfte der unterstützten Person)

  • Haushaltshilfe (z.B. Pflegepauschale)

Diese Kosten sind nur insoweit steuerlich wirksam, wie die zumutbare Eigenbelastung überschritten wird

Sonstiges

  • Riester Rente
  • Rürup Rente
  • Nebenkostenabrechnung der Hausverwaltung/Vermieter
  • Jahresabrechnung der Verwalter für Eigentümer
  • geleistete Vorauszahlungen Einkommensteuer und Solidaritätszuschlag
  • Antrag vermögenswirksame Leistungen

 

Eine Vorsortierung der Unterlagen erleichtert die Verarbeitung.

Im Zweifelsfall bringen Sie unklare Fälle mit zur Klärung im Beratungsgespräch.

Für die zeitliche Zuordnung gilt das Zufluß- Abflußprinzip, d.h. bis auf wenige Ausnahmen ist die Versteuerung im Jahr der Einnahme bzw. der Ausgabe zu berücksichtigen.

Bei größeren Aufwendungen sollte der Nachweis der Zahlung z.B. durch Kontoauszüge nachgewiesen werden.

 

Pfilchtveranlagung

Das sind Steuerpflichtige, die auf Grund Ihrer individuellen Situation jährlich zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet sind.

Antragsveranlagung

Das sind Steuerpflichtige, die selber entscheiden können, ob sie eine Steuererklärung abgeben oder nicht. In der Praxis kommt es sehr häufig vor, dass ein Steuerpflichtiger aus Unkenntnis, Bequemlichkeit oder aus anderen Gründen keine Steuererklärung abgibt, obwohl er einen erheblichen Erstattungsanspruch  an das Finanzamt hätte.

Das deutsche Steuerrecht ist mittlerweile so kompliziert geworden, dass man als normaler Steuerpflichtiger kaum noch abschätzen kann, ob sich die Abgabe einer Steuererklärung lohnt.

Sofern zumindest einige der oben aufgeführten Positionen auf Sie zutreffen empfehlen wir Ihnen, sich im Rahmen eines individuellen Beratungsgesprächs beraten zu lassen und weitere offene Fragen zu klären.